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Fachhochschulreife Technik

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Die Fachhochschulreife mit Schwerpunkt Technik richtet sich an alle, die später ein technisches oder ingenieurwissenschaftliches Fach an einer Fachhochschule studieren wollen. Sie kombiniert die üblichen allgemeinbildenden Fächer mit einem klaren technischen Profil - mit Werkstatt, Labor und Praxisanteilen, die in anderen Fachrichtungen so nicht vorkommen.

Lernen für das Abitur - Fachhochschulreife Technik

Was die Fachrichtung Technik ausmacht

An der Fachoberschule (FOS) und der Berufsoberschule (BOS) wählt man eine Fachrichtung, und diese prägt den fachpraktischen Teil sowie die Schwerpunktfächer. Bei Technik liegt der Fokus auf Bereichen wie Metall- und Maschinenbautechnik, Elektrotechnik, Informationstechnik oder Bautechnik - je nach Angebot der jeweiligen Schule. Statt allgemeiner Praktika arbeiten Sie hier konkret an technischen Aufgabenstellungen: Sie messen, konstruieren, programmieren oder bauen Schaltungen auf.

Wichtig zu verstehen: Der erworbene Abschluss ist die Fachhochschulreife, umgangssprachlich oft Fachabitur genannt. Sie trägt einen fachlichen Schwerpunkt, ist aber fürs FH-Studium breit nutzbar - Sie sind also nach dem Abschluss nicht auf technische Studiengänge festgelegt. Der Schwerpunkt bestimmt, womit Sie sich auf dem Weg dorthin intensiv beschäftigen, nicht das spätere Studienfach.

Werkstatt und Labor: der fachpraktische Teil

Der praktische Teil ist das Herzstück der technischen Fachrichtung. In der Vollzeitform der FOS absolvieren Sie in der ersten Stufe in der Regel ein begleitendes Praktikum in einem technischen Betrieb oder arbeiten in schuleigenen Werkstätten und Laboren. Dort lernen Sie den Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Messgeräten kennen und setzen theoretische Inhalte unmittelbar um.

Typische Tätigkeiten reichen vom Löten und Verdrahten elektronischer Baugruppen über CAD-Konstruktion am Rechner bis zu Versuchen in der Physik- oder Werkstoffprüfung. Dieser Praxisbezug erleichtert vielen den späteren Einstieg ins Studium, weil Fachbegriffe und Arbeitsweisen schon vertraut sind.

Schwerpunktfächer im Unterricht

Neben Deutsch, Mathematik, Englisch und den üblichen Fächern liegt das Gewicht auf den technischen Profilfächern. Mathematik und Physik haben in der Fachrichtung Technik einen besonders hohen Stellenwert, weil sie die Grundlage für nahezu jedes Ingenieurstudium bilden. Dazu kommen je nach Schwerpunkt Fächer wie Technologie, Technische Mechanik, Elektrotechnik oder technisches Zeichnen.

Wer sich in Mathematik und Naturwissenschaften unsicher fühlt, sollte das ehrlich einplanen: Die Anforderungen sind real, lassen sich mit kontinuierlicher Mitarbeit aber gut bewältigen. Ein Blick auf die Voraussetzungen hilft, den eigenen Stand realistisch einzuschätzen.

Zugang und Voraussetzungen

Der klassische Weg führt über die FOS und setzt den mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss bzw. die Fachoberschulreife) voraus. Wer bereits eine einschlägige technische Berufsausbildung abgeschlossen hat, kann je nach Bundesland direkt in die höhere Stufe einsteigen oder über die BOS gehen. Auch ohne technische Ausbildung ist der Zugang möglich; dann ist meist das gelenkte Praktikum Teil der Ausbildung.

Die genauen Regelungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland, weil Schulrecht Ländersache ist. Erkundigen Sie sich deshalb immer bei der konkreten Schule vor Ort nach Aufnahmebedingungen, Fachrichtungsangebot und Anmeldefristen. Eine Übersicht nach Region finden Sie über unsere Städteseiten.

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Ortsunabhängige Alternative: das Fernabitur

Nicht überall gibt es eine FOS mit technischem Schwerpunkt in erreichbarer Nähe, und nicht jede Lebenssituation lässt einen festen Schulbesuch zu. Dann ist eine Fernschule eine Möglichkeit. Über das Fernabitur oder einen Fernlehrgang zur Fachhochschulreife lernen Sie zeitlich flexibel von zu Hause aus.

Hier ist allerdings eine ehrliche Einordnung wichtig: Fernlehrgänge führen in der Regel zur allgemeinen Fachhochschulreife und sind damit nicht fachrichtungsgebunden. Den ausgeprägten technischen Praxisteil mit Werkstatt und Labor, wie ihn die FOS Technik bietet, ersetzt der Fernweg nicht. Für ein anschließendes technisches FH-Studium reicht die allgemeine FHR fachlich aus; die handwerklich-praktische Vorbereitung müssen Sie sich auf anderem Weg holen.

Kosten und Förderung

Die staatliche FOS und BOS sind schulgeldfrei - es fallen lediglich Kosten für Material, Bücher und Fahrten an. Eine Fernschule kostet je nach Anbieter und Laufzeit etwa 2.400 bis 4.800 Euro. Welche Variante günstiger ist, hängt stark von Ihrer Situation ab; einen Überblick gibt unsere Seite zu den Kosten.

Förderung ist möglich: Beim Vollzeitschulbesuch kommt unter Umständen Schüler-BAföG infrage, in bestimmten Konstellationen auch ein Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit. Was für Sie passt, klären Sie am besten vorab im Einzelfall. Lassen Sie sich vor Vertragsabschluss bei einer Fernschule immer einzeln beraten und nichts pauschal versprechen.

Vergleich der Wege im Überblick

MerkmalFOS/BOS TechnikFernschule
AbschlussFHR mit Schwerpunkt Technikallgemeine FHR (nicht fachgebunden)
PraxisteilWerkstatt, Labor, Praktikumkein technischer Praxisteil
Ort/Zeitfester Schulbesuch vor Ortflexibel von zu Hause
Kostenschulgeldfrei (staatlich)ca. 2.400-4.800 €

Und danach: studieren mit Fachabitur

Mit der Fachhochschulreife können Sie an Fachhochschulen studieren - bei der Fachrichtung Technik liegen technische und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen besonders nahe. Wie weit die FHR genau trägt und worin sie sich vom allgemeinen Abitur unterscheidet, erklärt unsere Seite Studieren mit Fachabitur. Mehr zum Schritt selbst finden Sie unter Fachabitur nachholen.