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Abitur nachholen mit Fachhochschulreife: der Aufstieg zur Hochschulreife

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Sie haben die Fachhochschulreife in der Tasche und fragen sich, ob Sie das volle Abitur noch obendrauf setzen sollen? Der Aufstieg ist möglich, und Ihre Vorbildung verkürzt den Weg spürbar. Entscheidend ist eine Frage, die viele unterschätzen: die zweite Fremdsprache. Diese Seite erklärt, welche Wege vom Fachabitur zur Hochschulreife führen, worauf es ankommt und für wen sich der zusätzliche Schritt überhaupt lohnt.

Lernen für das Abitur - Abitur nachholen mit Fachhochschulreife: der Aufstieg zur Hochschulreife

Lohnt sich das volle Abitur überhaupt?

Mit der Fachhochschulreife studieren Sie bereits an jeder Fachhochschule und in einem großen Teil der Bachelorstudiengänge. Was Ihnen verschlossen bleibt, sind die meisten Universitäten und einzelne Studiengänge wie Medizin, Pharmazie oder Lehramt. Das volle Abitur, also die allgemeine Hochschulreife, ist der Generalschlüssel: Damit studieren Sie alles überall.

Bevor Sie Zeit und Geld investieren, sollten Sie ehrlich vom Wunschstudium her denken. Reicht eine Fachhochschule für Ihr Ziel, ist der Aufstieg meist überflüssig. Was Sie mit der Fachhochschulreife schon alles erreichen, zeigt die Seite Studieren mit Fachabitur. Erst wenn Ihr Ziel eine Uni voraussetzt, lohnt der Blick auf die Wege zur vollen Hochschulreife.

Der entscheidende Punkt: die zweite Fremdsprache

Für die allgemeine Hochschulreife verlangen die Länder in der Regel den Nachweis einer zweiten Fremdsprache über mehrere Jahre. Genau hier scheitert der Aufstieg oft an einem Detail, das in der Fachhochschulreife meist nicht enthalten ist. Haben Sie in der Schule durchgehend eine zweite Fremdsprache belegt, ist die Hürde erfüllt. Fehlt sie, müssen Sie sie nachholen, was je nach Weg über Kurse und eine Prüfung möglich ist.

Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen fachgebundener und allgemeiner Hochschulreife. Die fachgebundene Hochschulreife öffnet bestimmte Studiengänge an Universitäten ohne zweite Fremdsprache, die allgemeine Hochschulreife öffnet alle. Welche Variante Sie erreichen, hängt direkt davon ab, ob Sie die zweite Fremdsprache mitbringen oder nicht.

Die Wege im Überblick

Über die Berufsoberschule, in einigen Ländern als BOS oder Klasse 13 der Fachoberschule geführt, bauen Sie auf der vorhandenen Fachhochschulreife auf und erreichen je nach zweiter Fremdsprache die fachgebundene oder die allgemeine Hochschulreife. Das ist der direkteste Anschluss für alle, die bereits eine Fachhochschulreife haben.

Am Abendgymnasium oder Kolleg holen Erwachsene die allgemeine Hochschulreife nach. Ihre Vorbildung kann den Einstieg in eine höhere Stufe ermöglichen und damit die Dauer verkürzen, das prüft die jeweilige Schule individuell. Wer orts- und zeitunabhängig lernen will, nutzt das Fernabitur: Auch hier lässt sich die Vorleistung oft anrechnen, und die zweite Fremdsprache wird gezielt vorbereitet.

Wege im Vergleich

WegAbschlussOrtBesonderheit
Berufsoberschule (BOS / FOS 13)fachgebundene oder allgemeine HRPräsenzbaut direkt auf der Fachhochschulreife auf
Abendgymnasium / Kollegallgemeine HochschulreifePräsenz, oft abendsVorbildung verkürzt teils die Dauer, schulgeldfrei
Fernabiturallgemeine HochschulreifeortsunabhängigVorleistung anrechenbar, 2. Fremdsprache inklusive
Externenprüfungallgemeine HochschulreifeSelbststudiumkein fester Schulbesuch, hohe Eigenleistung

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Wie viel Zeit Sie wirklich brauchen

Mit der Fachhochschulreife als Grundlage ist der Weg deutlich kürzer als ein Abitur von null. Über die Berufsoberschule ist die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife je nach Land und Vorbildung in rund einem bis zwei Jahren erreichbar. Am Abendgymnasium, Kolleg oder per Fernschule hängt die Dauer davon ab, in welche Stufe Sie einsteigen und wie viel Zeit Sie wöchentlich aufbringen. Wer berufsbegleitend lernt, sollte realistisch mehr Zeit einplanen als jemand in Vollzeit.

Eine eigenständige Möglichkeit ohne festen Schulbesuch ist die Externenprüfung, die Nichtschüler-Abiturprüfung. Sie eignet sich für Selbstlerner mit viel Disziplin, verlangt aber die vollständige Vorbereitung in Eigenregie. Die Anmeldung bei der Schulbehörde erfolgt oft schon rund ein halbes Jahr vor dem Prüfungstermin.

Kosten und Förderung

Staatliche Schulen wie die Berufsoberschule, das Abendgymnasium oder das Kolleg sind in der Regel schulgeldfrei. Eine Fernschule kostet je nach Programm und Dauer etwa zwischen 2.400 und 4.800 Euro, dafür lernen Sie ortsunabhängig. Einen Überblick gibt die Seite Kosten. Für vollzeitschulische Wege kann Schüler-BAföG infrage kommen, das nicht zurückgezahlt werden muss. Welche Förderung Ihnen zusteht, lesen Sie unter BAföG und Förderung.

Ob sich der Aufstieg vom Fachabitur zum vollen Abitur lohnt, entscheidet allein Ihr Studienziel. Steht eine Universität auf dem Plan, ist der Weg dank Ihrer Vorbildung kürzer als gedacht. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Dauer, Kosten und Voraussetzungen und fordern Sie unverbindlich Infomaterial an.